Pdf Namen machen Leute: Wie Vornamen unser Leben beeinflussen – Mariahilff.de

Finn ist lustig, Katharina ist erfolgreich, Emilia ist gut aussehend, Jan ist sportlich, und Kevin ist dumm Namen wecken automatisch Assoziationen in uns, die wir mit einem Attribut verkn pfen bewusst oder unbewusst Das geht sogar so weit, dass Lehrer Kevin und Justin nicht nur weniger zutrauen als Alexander oder Maximilian, sie benoten sie mitunter auch schlechter Und das bei gleicher Leistung Aber woran liegt es, dass wir Menschen anhand ihres Namens beurteilen Woher kommen die Str me und Trends Und mit welchen Namen machen Eltern auf keinen Fall etwas falsch Namensforscherin Gabriele Rodr guez analysiert Herkunft und Entwicklung von Namen und gibt Tipps f r Individualisten, die ihre eigenen Namen kreieren wollen


6 thoughts on “Namen machen Leute: Wie Vornamen unser Leben beeinflussen

  1. bookworm bookworm says:

    Ich fand es sehr spannend, zu erfahren, wie Vornamen berhaupt entstanden sind, wie sie sich entwickelt haben und was sie bedeuten, und zwar jeweils nicht nur deutsche, sondern auch Namen aus vielen anderen L ndern Dazu beispielsweise, warum seit einiger Zeit alte Namen wiederkommen und z.B ein Heinrich oder Otto entweder sehr alt oder sehr jung sein kann oder welche Namen mit welchen Charaktereigenschaften assoziiert werden.Ich fand dieses wissenschaftlich gut recherchierte Buch sehr interessant und bin sicher, jeder der sich f r Vornamen interessiert, wird seine Freude daran haben.Einige Dinge m chte ich noch anmerken Frau Rodriguez schreibt, der Name Helge sei rein m nnlich, und lediglich in den 1920 er Jahren wenn ich die betreffende Buchstelle recht in Erinnerung habe f r kurze Zeit auch als weiblicher Name eingetragen worden.Also, ich hatte etwa 1975 eine junge Lehrerin Referendarin aus Norddeutschland mit dem Namen Helge, die etwa um 1950 geboren sein m sste, und habe mir diesen Namen gemerkt, weil er in Bayern sehr ungew hnlich war bis dahin hatte ich diesen Namen noch nie geh rt Und sp ter, als Helge Schneider mit seinem Katzeklo ber hmt wurde, war ich sehr erstaunt, dass auch ein Mann diesen vermeintlich weiblichen Namen haben kann.Zum Thema Nachnamen als Vornamen m chte ich noch erg nzen, dass es in der New Yorker Oberschicht zumindest zwischen etwa 1900 und 1970 die Sitte gab und m glicherweise immer noch gibt, das entzieht sich meiner Kenntnis dass ein erstgeborener Sohn den Nachnamen seiner Gro eltern m tterlicherseits als Vornamen bekam.Zum ersten Mal kam mir das unter, als ich 1981 zwei Monate in New York verbrachte und dort u.a eine Familie kennenlernte, deren ltester Sohn er war damals 13 Grange hie , nach seinen Gro eltern m tterlicherseits, die La Grange hie en.Und in dem Buch The Age of Innocence Zeit der Unschuld von Edith Wharton, erschienen um 1920, das mit Daniel Day Lewis, Winona Ryder und Michelle Pfeiffer gro artig verfilmt worden ist, wird ebenfalls erkl rt, dass die m nnliche Hauptfigur Newland Archer nach seinem Gro vater m tterlicherseits, der mit Nachnamen Newland hie , benannt wurde, oder die Nebenfigur Sillerton Jackson nach seinem Gro vater m tterlicherseits, der mit Nachnamen Sillerton hie.Ach ja, und dann gibt es noch eine weitere nordamerikanische Eigenart bei den Vornamen noch mindestens bis in die 1950 er oder 60 er Jahre hinein wurde eine verheiratete Frau mit dem Vornamen ihres Mannes angesprochen, also wenn beispielsweise Margaret Jones einen John Miller heiratete, wurde sie fortan als Mrs John Miller angesprochen und selbst Briefe an sie wurden so adressiert.In dem Buch geht es nat rlich auch um sehr ungew hnliche Vornamen, die Eltern ihren Kindern geben bzw geben wollen und die nicht bedenken, dass ihr Kind sein ganzes Leben lang mit dem Namen zurechtkommen muss, der den Eltern vielleicht originell oder niedlich erscheint, aber sp ter zu Problemen f hren kann.Diese Eltern m chte ich bitten, sich einmal vorzustellen, wie sich ihr Kind in 15 oder 20 Jahren mit diesem Namen f r einen Ausbildungsplatz oder eine Stelle bewerben muss.Pumuckl Meyer als Bankkaufmann Schokominza M ller als Anw ltin Pocahontas Schmidt als Polizeibeamtin Lucifer Schulze als Richter Nur eine Anregung


  2. hanni hanni says:

    Sehr unterhaltsam


  3. gedankenfreiheit gedankenfreiheit says:

    Vielleicht nicht das beste Buch, um sich Inspiration f r die eigene Namenswahl zu holen, daf r ein guter Ratgeber, was man definitiv lassen sollte Sehr kurzweiliges und zugleich informatives Buch ber die Entstehung und Wirkung von Namen Die Autorin scheint schon viele Eltern mit ungew hnlichen Ideen getroffen zu haben Bei vielen kann man nur Schmunzeln Ich habe es gerne gelesen und empfehle es weiter


  4. Edith Nebel Edith Nebel says:

    Namen sind mehr als nur Lautverbindungen, mit denen man Person A von Person B unterscheiden kann Ein Name hat einen mehr oder weniger gef lligen Klang, er hat eine Bedeutung, die idealerweise zum Tr ger passt Er l sst R ckschl sse auf die Herkunft zu, und wenn man ihn ndert, hinterl sst man auf einmal einen ganz anderen ersten Eindruck Mit einem neuen Namen kann man seine Abstammung verschleiern und sich neu erfinden.Mit Vergn gen lese ich seit Jahrzehnten die Standesamtlichen Nachrichten unserer Regionalzeitung und staune ber so manchen unbekannten, besonders klangvollen oder uns glich albernen Vornamen, den Eltern sich f r ihr Kind ausgesucht haben Manchmal grenzen diese eigenwilligen Kreationen schon an Kindesmisshandlung und es verbl fft mich immer wieder, dass die Standes mter so einen U n f u g durchgehen lassen.Als ich h rte, dass Gabriele Rodr guez, die Spezialistin f r Vornamen, ein Buch ber ihr Fachgebiet geschrieben hat, musste ich zugreifen Bei Frau Rodr guez k nnen sich Eltern und Standesbeamte ber die Zul ssigkeit, Schreibweise und Geschichte von Vornamen informieren Und sie erstellt in Zweifelsf llen Gutachten dar ber, ob der von den Eltern gew nschte Name zul ssig ist oder nicht Die Leute haben diesbez glich schon kranke Einf lle Rumpelstilzchen, Kaiserschmarrn, Crazy Horse, Porsche, Borussia, Joghurt, Whisky, Keks und Flauschi Grunds tzlich gilt in Deutschland die freie Vornamenswahl Aber ein paar Kriterien muss ein Name schon erf llen Er muss als Vorname erkennbar sein Er muss geschlechtseindeutig sein Das Wohl des Kindes muss gewahrt sein.Als es noch keine Standes mter gab und die Namensgebung f r die Mehrheit der Bev lkerung untrennbar mit der Taufe verbunden war, waren die Regeln streng Erlaubt waren nur Namen, die in der Bibel standen oder solche, die einem Heiligen geh rten Dar ber hinaus gab es nichts Kurzversionen wie Hans f r Johannes oder Elsa f r Elisabeth sind erst seit dem 20 Jahrhundert zul ssig.Stimmt es, dass Kevin kein Name ist, sondern eine Diagnose Dieser geh ssige Spruch kursiert ja seit einigen Jahren Nun, dass ein Vorname gewisse R ckschl sse auf das Milieu zul sst, aus dem ein Kind stammt, das ist schon richtig Gebildete Eltern greifen eher zu traditionellen Vornamen Dagegen kann man Namen wie Schaklin, Shania, Shakira und Cheyenne, genau wie Kevin, Justin und Jason, eher in den bildungsfernen Schichten verorten Dort l sst man sich gern von Prominenten Namen inspirieren Dass die popul ren MusikerInnen, SchauspielerInnen und Fernsehk che ausgesprochen kreativ sein k nnen bei der Benamsung ihrer Kinder, ist ja bekannt Diesem Thema ist auch ein Kapitel gewidmet.Wir begleiten Gabriele Rodr guez bei ihrer Arbeit und sehen, mit welchen Anfragen, Problemen und Ansinnen sie sich Tag f r Tag herumschlagen muss Namen aus der aktuellen Popkultur stellen sie vor gewisse Herausforderungen, weil sie wenig fernsieht und manche Medienereignisse dadurch komplett an ihr vorbeigehen Wenn dann Leute mit merkw rdigen Phantasie Namen, gern auch nach Geh r geschrieben, bei ihr vorstellig werden, ist sie zun chst einmal verwundert und es braucht ein bisschen Recherche Arbeit, bis sie das einordnen kann.Manche Skurrilit t aus der Phantasiewelt kann man dann doch von realen indischen, indianischen oder irischen Namen herleiten, und der Name wird genehmigt Wie es sich damit lebt, wenn man mit dem Namen eines Fernsehhelden Winnetou, Pumuckl, Pippilotta oder eines Produkts aus dem Supermarktregal Pepsi gesegnet ist, k nnen wir hier anhand einiger Beispiele sehen So ein Name scheint zumindest abzuh rten.In anderen L ndern gibt es gar keine Reglementierung f r die Namensgebung, wie uns eine Sammlung kurioser Fallbeispiele aus aller Welt zeigt Okay Wenn alles m glich ist, ist vermutlich auch nichts peinlich und keiner lacht, wenn ein Kind Bomber hei t, John F Kennedy, Fifa, Beefsteak oder Anasthesia.Welche Vorstellungen fremde Menschen mit einzelnen Namen verbinden, kann man in so genannten Onogrammen graphisch darstellen Davon gibt s eine ganze Reihe im Buch Dieses Bild haben die Leute also im Kopf, noch ehe sie die betreffende Person berhaupt getroffen haben.Man tut seinen Kindern mit der Namenswahl mitunter ganz sch n was an Die Empfehlungen f r die Namensgebung , die die Autorin aufgrund ihrer Erfahrung zusammengestellt hat, haben durchaus ihre Berechtigung Eigentlich sollte es ja gen gen, wenn da st nde Lassen Sie den gesunden Menschenverstand walten Aber das ist offensichtlich nicht immer der Fall.Im Anhang findet man au erdem eine Liste der zugelassenen und abgelehnten besonderen Vornamen, eine Liste mit Namenmoden im Wandel der Zeit, beginnend mit dem 20 Jahrhundert sowie eine Aufstellung der beliebten Vornamen in anderen L ndern, die sich gar nicht so dramatisch voneinander unterscheiden.Wer ein wissenschaftliches Werk erwartet, wird entt uscht sein Das k nnte die Autorin sicher auch schreiben Doch dieses Buch hier ist ein fundierter, interessanter und am santer Streifzug durch die Welt der Namen.


  5. kahepilvevahele kahepilvevahele says:

    Da Frau Rodriguez als einzige Vornamensforscherin Deutschlands taetig ist, hatte ich mir einen etwas wissenschaftlicheren Einblick erhofft Hier bleibt das Buch aber sehr an der Oberflaeche, sowohl bei der Herleitung einzelner Namen als auch bei Theorien zur Verbreitung und Tradition von Vornamen Es ist eher eine Sammlung von Anekdoten, die teilweise aber etwas konstruiert wirken Stellenweise untrrhaltsam, aber doch eher ein Kuriositaetenkabinett als Populaerwissenschaft Fuer den Preis habe ich Fundierteres erwartet als das, was man ueber Vornamen sonst so in Zeitungen zulesen bekommt.


  6. Lisa Lisa says:

    Ich bin ziemlich entt uscht Einband und Titel wirken sehr vielversprechend und interessant Letztlich ist das Buch ein u erst triviales, ziemlich unzusammenh ngendes und langweiliges Dahinpl tschern vom Berufsalltag der Autorin, einer Namensberaterin Ausf hrlich wird der Ursprung von Namensteilen gekaut, den man in jedem Lexikon nachlesen kann Welchen Einfluss nun Namen tats chlich auf Menschen und ihr Leben haben oder eine eingehende Auseinandersetzung mit den Motiven f r Namenswahlen sucht man vergeblich Vielmehr handelt es sich um eine oberfl chliche Aneinanderreihung von Geschichten, die teilweise schon l ngst bekannt sind, wie der ber hmte Kevinismus und sein Ursprung Hatte mir wirklich mehr erwartet.