{Kostenlos Textbooks} Kiezdeutsch: Ein neuer Dialekt entstehtAutor Heike Wiese – Mariahilff.de

Ich habe mich wegen meiner Examenspr fung mit dem Thema Kiezdeutsch befasst und dieses Buch war wirklich klasse WIESE beschreibt spannend witzig ihre Beobachtungen und Forschungsergesbnisse mit pers nlichen Anekdoten Nicht nur ein Buch f rs Studium, sondern f r jeden Interessierten ein absolutes Muss Ein Buch, das ich mit Skepsis aufgeschlagen habe, entpuppte sich als ein guter Wegweiser aus der negativen Behauptung ber den Verfall der deutschen Sprache Die Argumentation der Autorin ist ausreichen wissenschaftlich belegt.Eine genauere historische Belegung des Dialekt als solche w rde der Thematik eine stabilere Grundlage geben Kiezdeutsch Ein neuer Dialekt entsteht ist ein Buch f r Leser, die vor allem erfahren wollen, was das Kiezdeutsche sprachwissenschaftlich auszeichnet und wie das Ph nomen linguistisch definiert wird.Danke und ich warte auf Ihre weitere Forschungsergebnisse Prof Wiese. Kiezdeutsch ist ein sehr umstrittenes Thema, welches Wiese in diesem Buch auf sehr interessante und verst ndliche Weise dem Leser n her bringt Nat rlich ist diese Sichtweise sehr subjektiv Wiese ist eindeutig pro Kiezdeutsch Daher wird man in diesem Buch vergeblich nach Argumenten suchen, die Kiezdeutsch als Verfall der deutschen Sprache darstellen Genau das ist vielleicht auch der Schwachpunkt des Buches Ansonsten ist Wieses Schreibweise sehr einfach Das Buch l sst sich in einem Rutsch an drei Tagen durchlesen Inhaltlich bietet das Buch sehr viele Aspekte zum Kiezdeutschen Nach der Lekt re f hlt man sich rundum informiert ber die Sprache im Kiez.FAZIT Ich kann dieses Buch jedem empfehlen, der sich mit einem Bereich der Sprache auseinandersetzen will, der in der ffentlichkeit eher negativ gesehen wird Nach dem Lesen ist die Sichtweise auf Kiezdeutsch differenzierter. Vorneweg Ich schlie e mich nicht denen an, die das Abendland untergehen sehen, weil Jugendliche eine Sprachvariante benutzen, auch wenn sie noch so h sslich sein mag Die Variante existiert mit demselben Recht wie alle anderen Und es ist auch n tig, sie wissenschaftlich zu untersuchen, denn ihre sprachpragmatischen und gesellschaftlichen Implikationen sind tats chlich nicht unerheblich und durchaus folgenreich Mit anderem Gegenstand damals Unterschichtsprache wurde die Diskussion auch schon in den 70er Jahren gef hrt.Das Werk hier geh rt aber offensichtlich zu einer neuen Form von wissenschaftlicher Publikation, der es nicht um abw gend wissenschaftliches Erkennen und Erkl ren, sondern um die wissenschaftlich verbr mte Best tigung einer schon vorgefassten Meinung geht Das Ziel ist nur scheinbar die linguistisch neutrale, deskriptive Darstellung einer Sprachvariante, sondern ein Werbefeldzug f r die gesellschaftliche Anerkennung derselben Das hat m.E mit Wissenschaft nichts zu tun Besonders dann nicht, wenn das Ganze ab S 235 in einen allgemein politischen Forderungskatalog abgleitet, der mir eher wie ein linker Stammtisch vorkommt.Die linguistische Darstellung selbst erscheint mir problematisch, wenn z.B der Begriff des Dialekts v llig unhistorisch betrachtet wird Dialekte konservieren z.T ur alte Sprachst nde, sind Seitenlinien einer sich fort entwickelnden Sprache Hier wird der Eindruck erweckt, sie seien lediglich regionale oder soziale Varianten, die akzeptiert sind oder auch nicht Dem wird durchweg abwertend die Standardsprache entgegengesetzt, deren Entstehung selektiv historisch lediglich als Ausdruck der Identit t und Abgrenzungsmechanismus der entstehenden Mittelschicht dargestellt wird Das ist keine abw gende, sondern eine ideologisch gepr gte Vorgehensweise In der Bibliographie findet man ich hatte es erwartet William Labov, der als Vertreter der Differenzhypothese in den 70er Jahren diskutiert wurde Damit passt er hier wundervoll ins Konzept Dass die seinerzeit gleichzeitig diskutierte Defizithypothese durchaus gute Argumente hatte, erscheint hier bestenfalls als zu bek mpfender Irrtum Auch hier mangelt es an neutraler Abw gung.Das Korpus der Untersuchung erschient mir arg mager gerade einmal 17 Sprecher aus einer einzigen, eng gefassten Region, die obendrein die Sammlung der Sprachbeispiele selbst vornahmen, erscheint mir berhaupt keine zuverl ssigen Aussagen zuzulassen Belauschte U Bahn Gespr che oder u erungen der eigenen Tochter als Basis einer wissenschaftlichen Studie Naja.Auch die untersuchten Satzbeispiele berzeugen nicht Elliptisches Sprechen stellt noch lange keine neue Grammatik dar, auch wenn das permanent passiert Das ist m glicherweise nicht mehr als Dauergebrauch eines rhetorischen Mittels Auch das permanente systematische Verschleifen von Wortgrenzen etabliert noch keine neue Grammatik Wenn dem so w re, m sste das Englische zwei Grammatiken haben, eine grunds tzliche und eine gesprochene Das ist jedoch falsch, denn cannot hei t immer cannot , auch wenn es can t gesprochen werden muss, wenn ich eine aggressive Betonung vermeiden will Damit etabliert sich nichts grammatisch Neues Es wird immer wieder betont, Kiezdeutsch sei nicht durch die Migrantensprachen beeinflusst, sondern genuin Deutsch Ich finde jedoch nirgendwo im Buch eine berzeugende Beweisf hrung.Dar ber hinaus ist die Lekt re streckenweise unerfreulich, weil vielfach hoch redundant Ich nehme an, das Buch sind ausgearbeitete Vorlesungen, anders lassen sich die unz hligen Wiederholungen kaum erkl ren. Inhaltlich hatte ich mir etwas anderes vorgestellt, n mlich eine unterhaltsame und humorige Auseinandersetzung mit diesem Teil unserer heutigen Jugendsprache Das Ganze ist f r mir pers nlich jedoch nicht nur sehr n chtern und sachlich dargestellt, sondern es wird auch mit einigen Pseudowissenschaftlichen und an den Haaren herbeigezogenen Argumenten gearbeitet.Sprache lebt nun mal und das ist nicht neu und auch gut so Und dass die Sprache der Jugend sich teilweise bewu t von den allgemeing ltigen Vokabeln und Wortwendungen abhebt und abgrenzt auch nicht Daraus gleich zu schlie en, dass sich nun ein neuer, wom glich die gesamte deutsche Sprache beeinflussender Dialekt ergeben kann ist einfach nur unsinnig.GeSche Das Buch ist verst ndlich beschrieben, gut und nachvollziehbar argumentiert.Es ist realit tsnah und anschaulich, mit guten Beispielen.Das Fazit und die Zusammenfassung sind sehr gut formuliert. Machst du rote Ampel Danach ich ruf dich an Gibs auch ne Abkrzung Stze wie diese sind nicht Horte von Sprachfehlern, sondern haben grammatische Eigenarten wie viele andere deutsche Dialekte auch Anhand zahlreicher Beispiele zeigt die renommierte Sprachwissenschaftlerin Heike Wiese, dass Kiezdeutsch keine Kanak Sprak ist, kein Anzeichen mangelnder Integration und auch keine Gefahr fr das Deutsche, sondern ein neuer, in dynamischer Entwicklung befindlicher Dialekt Entwicklungen wie in Kiezdeutsch finden sich deswegen nicht nur dort, sondern auch in anderen Bereichen unserer Umgangssprache Heike Wiese hrt genau hin und analysiert, vor allem den Sprachgebrauch von Berliner Jugendlichen Ihre Forschungen zeigen, mit welcher grammatischen Logik und sprachlichen Kreativitt in Kreuzberg und anderen Kiezen Deutsch gesprochen wird allen sozialpolitischen Vor und Fehlurteilen zum Trotz