Herunterladen Heirate nie eine Frau mit großen Füßen: Frauen in Sprichwörtern - eine Kulturgeschichte – Mariahilff.de

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Ein geniales, spannend zu lesendes Werk, das mir so viele neue, bislang nicht bekannte Zitate ein Kind zu haben, hei t, der Herr im eigenen K nigreich zu sein Lao Sprichwort Liebst Du eine Frau zu schnell, liebst Du sie bald nicht mehr Aus Nigeria Locke nicht das Huhn eines anderen an Aus dem Kongo Die erste Ehenacht ist manchmal die letzte Liebesnacht Niederl ndisch Ich K nigin, Du K nigin, und wer holt das Wasser Schwiegertochter vs Schwiegermutter, Aus Indien Meine Frau, mein Maulesel Aus Kroatien Der Befehl eines Mannes ist weniger wichtig als der Gong einer Frau Aus Vietnam Kein Mann ist ein Held vor seiner Frau und vor seinem Butler Aus England Eine Frau mit freiem Willen, wer will sie aus freiem Willen Aus Irland Das Weib und die Gitarre muss man zu stimmen wissen Aus Spanien Insgesamt wird in der Mehrheit der Aussagen die Unterdr ckung der Frau deutlich, es dominierte wohl bisher das bertriebene Macho Bed rfnis, die Frauen vernichten zu wollen Dabei erkl rt die Autorin ganz einfach, warum das bislang so war Der Vater war und ist in der Erziehung mehr als abwesend, die M tter projizieren ihre unerf llten W nsche nach m nnlicher Macht in die S hne, er soll ein richtiger Kerl werden Frauen erhalten so durch ihre S hne ihre eigene Unterdr ckung aufrecht Ein spanisches Sprichwort hilft hierbei allen Macho Verbalisierern Wann immer du ber Frauen redest, denk an Deine Mutter Am sch nsten f r alle Frauen das ultimative Kompliment kommt berraschenderweise aus der T rkei Was eine Frau will, will Gott auch Sie bewirkt, dass es geschieht Erkl rung durch die Autorin Wahrscheinlich gilt dies aber wohl nur f r die eigene Mutter Schade eigentlich nur, dass dem Thema Emanzipation bzw aktuellere Aussagen zu wenig Platz gegeben wurde Vielleicht gibt es zu wenig Der Epilog Sprichw rtliche Darstellung in Zeiten der Globalisierung streift dieses Thema zwar, aber es k nnte auch Raum darstellen f r eine neue Sichtweise, ein weiteres Buch.Es w re zu w nschen, dass dieses Buch m glichst oft unter dem Weihnachtsbaum liegt f r die Mutter, Ehefrau, Freundin, Verlobte, Tochter und vor allem f r alle M nner Es w re auch zu w nschen, dass in Zukunft weniger negative Sprichw rter als vielmehr aufbauende, Mut machende, verbindende, kooperative enwickelt werden Das schockiert einen doch zutiefst bei der Lekt re dieses immer negative, nach unten Ziehende der Aussagen. Ein Buch wie dieses zeigt glasklar, wie wenig begeistere Recherchearbeit mit flapsigem Surfen im Internet zu hat Denn nur wer sich einem Wissensgebiet so mit ganzem Herzen verschreibt, wie es die holl ndische Literaturwissenschaftlerin Mineke Schipper tut, kann eine Sprichwortsammlung dieser Art vorlegen Der Fairness halber muss man allerdings anmerken, dass so langj hrige Leidenschaft nur denen m glich sind, die in irgendeiner Weise finanziell unterst tzt werden Auch wenn der Startschuss zur Entdeckungsreise von Volksweisheiten vor ber zwanzig Jahren fiel und damals kaum wahrgenommen wurde, konnte die umtriebige Sammlerin sp ter auf Stipendien und Freistellungen z hlen, um ihr Mammutwerk zu vollenden Privilegien, von denen wir als Leser heute profitieren k nnen.Die 15 000 Sprichw rter aus 150 L ndern und 240 Sprachen sind nicht einfach wie in einem Telefonbuch alphabetisch aufgelistet Das w rde den Absichten der Autorin in keiner Weise entsprechen Was Mineke Schipper mit dem vielen Material wollte, steht im Untertitel Eine Kulturgeschichte der Frauen sollte es werden Das ist ihr gelungen Und noch viel mehr Denn da viele Sprichw rter von M nnern stammen und M nner ja immer auch die Gegenpole bilden, erh lt der Leser nun eine Kulturgeschichte der Menschheit Das kommt auch in der Gliederung der Sprichw rter zum Ausdruck Nach einer erhellenden, leicht verst ndlichen Einleitung folgt der erste Block, der Sprichw rter zum weiblichen K rper und damit auch zur Sch nheit umfasst Unter der Kategorie Lebensphasen finden wir Aussagen, Behauptungen, Beobachtungen und Bef rchtungen zu Themen wie M dchen, Tochter und Braut, Von der Ehefrau zur Witwe, Mutter und Schwiegertochter sowie Alter Das Ordnungsmuster In guten wie in schlechten Zeiten umfasst Betrachtungen zur Liebe, zum Sex und zur Schwangerschaft Unter Macht stehen Sprichw rter ber Wortgewandtheit, Arbeit, Wissen, Hexerei, Gegenmassnahmen sowie Gewalt Sechzig Seiten sind dann noch den Kategorien Die Frau als Gegenstand und R umliche Ordnung gewidmet Ein Epilog ber sprichw rtliche Darstellungen in Zeiten der Globalisierung und ein dicker Anhang mit ausf hrlichem Register, Bibliografie, Anmerkungen und Informationen zu Sprachen, Kulturen und L nder schliessen das Monumentalwerk ab.Mein Fazit Eine Kulturgeschichte der besonderen Art Einmalig in der F lle, in der Konzeption und wohl auch im Engagement der Autorin Sch n, dass der Eichborn Verlag das Werk gekonnt bersetzen liess und das Risiko eingeht, den Aufwand eventuell nicht decken zu k nnen Ich empfehle das Buch gerne weiter, nicht nur Frauen.